Kuratoriumssitzung im Deutschen Museum München

Am Geburtstag von Oskar von Miller am 7. Mai findet traditionell die jährliche Sitzung des Kuratoriums des Deutschen Museums statt. In diesem Jahr nahmen Andrea Niehaus, Toni Casellas und Karsten Schwanke für Bonn teil.

Das Kuratorium ist das zentrale und bedeutendste Gremium in der Organisationsstruktur des Deutschen Museums. Während die offizielle Pressemitteilung des Museums die gesamte Bandbreite der Themen beleuchtet, konzentriere ich mich hier bewusst auf die Punkte, die für das Deutsche Museum Bonn und unseren Förderverein von besonderer Relevanz sind.

Anerkennung für Bonn

Besonders erfreulich war das ausdrückliche Lob des Generaldirektors Prof. Dr. Michael Decker. Er würdigte die Sicherung des Deutschen Museums Bonn als einzige Zweigstelle außerhalb Bayerns und dankte namentlich dem Förderverein Wissenschaft(f)t SPASS für den unermüdlichen Einsatz und den entscheidenden Beitrag zum Erhalt des Standorts. Diese Wertschätzung war nicht nur ein formaler Akt, sondern ein spürbares Zeichen dafür, dass unsere Arbeit in München gesehen und geschätzt wird.

Großes Lob von Generaldirektor Prof. Dr. Michael Decker an das Bonner Team für die ausgezeichnete Verwirklichung der Kabinettausstellung "Klimt - KI - Kunst" (Foto: WISSENschaf(f)t SPASS)

Beeindruckende Besucherzahlen

Mit sichtbarem Stolz präsentierte das Museum seine aktuellen Besucherzahlen: 1,7 Millionen Menschen haben 2026 das Deutsche Museum besucht, davon 1,5 Millionen allein in München. Für uns Rheinländer bleibt es immer wieder erstaunlich, mit welcher Geschlossenheit und Selbstverständlichkeit das Deutsche Museum in München durch Region, Freistaat und Wirtschaft unterstützt wird.

Bayerische Zukunftsvisionen

Der bayerische Staatsminister Markus Blume stellte in seiner Rede das Großprojekt „Deutsches Museum – Forum der Zukunft” vor, für das 800 Mio. € veranschlagt sind. Bemerkenswert ist dabei nicht nur die Dimension, sondern auch die Finanzierungsstrategie: Neben öffentlichen Mitteln setzt man bewusst auf Beiträge aus der Wirtschaft und auf private Spenden.

Ein Blick auf die Teilnehmerliste des Kuratoriums macht deutlich, warum dieses Vorhaben in Bayern realistische Chancen hat. Die Vernetzung zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ist dort beeindruckend eng und stabil.

Ein persönlicher Blick aus NRW

Für uns in Nordrhein‑Westfalen – dem größten Industrieland Deutschlands – bleibt ein solches Projekt vorerst wohl ein Traum. Die aktuelle Finanzlage des Landes lässt vergleichbare Visionen in weiter Ferne erscheinen. Umso wichtiger ist es, dass wir in Bonn weiterhin mit klarem Fokus, Engagement und Kreativität arbeiten, um unseren Standort zu stärken und sichtbar zu halten.

Es wurde sehr deutlich, dass das Deutsche Museum München seine Rolle als wissenschaftliche Leitinstitution weiter schärft und Forschung sowie wissenschaftliche Exzellenz noch stärker ins Zentrum seiner Arbeit stellt.

Verfasser: Toni Casellas

Mehr über die Kuratoriumssitzung

08.05.2026 | “TUM-Präsident Hofmann wird Vorsitzender des Kuratoriums” – Pressemitteilung des Deutschen Museums München

Neuzugang aus dem Rheinland

Neu ins Kuratorium berufen wurde Meteorologe und TV-Moderator Karsten Schwanke, dem wir besonders herzlich zu dieser großen Ehre gratulieren! Als Wissenschaftjournalist hat er schon oft aus dem Deutschen Museum Bonn berichtet sowie Veranstaltungen des Museums und des Fördervereins WISSENschaf(f)t SPASS moderiert – beispielsweise den KI-Talk “Künstliche Intelligenz – Freund oder Feind?”, der am 3.11.2022 im Deutschen Museum Bonn stattfand und als Aufzeichnung in unserem YouTube-Kanal zu sehen ist:


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